Die Beerdigung

Nachdem unser Sohn am 01.08.2016 tot zur Welt kam, wurde er am 15.10.2016 in einer Gemeinschaftsbestattung mit anderen, in der Schwangerschaft verstorbener, Babies beerdigt.

Dazu haben wir uns damals im Krankenhaus bereits entschieden.

Bei unserem Friedhof gibt es für diese Sternenkinder extra einen eigenen großen Platz mit einem sehr schönen, großen, alten Kastanien Baum. Auf dem Boden gibt es marmorne Sterne auf dem der Monat und das Jahr eingraviert sind. Alle 3 Monate findet eine solche Sammelbeerdigung statt.

An diesem Tag waren 4 Familien anwesend. Sowohl ein evangelischer Pfarrer als auch ein katholischer Priester waren anwesend und haben sich die Messe geteilt.

Meine Eltern und meine Tante waren mit uns (meiner Frau und meiner Tochter) anwesend. Es war wirklich wie eine echte Beerdigung und es tut uns gut, nun einen Platz zu haben an dem wir trauern können. Wir gehen regelmäßig hin und zünden eine Kerze an.

Auf diesem Gräberfeld gibt es auch einen gepflasterten Weg, mit großen Pflastersteinen. Hier kann man sich einen Stein aussuchen, diesen ausgraben und ihn zum Steinmetz bringen und etwas eingravieren lassen.
Wir haben uns auch für einen Stein entschieden, den ich dann bei einem der nächsten Besuche ausgegraben und zum Steinmetz gebracht habe.

Wir haben den Namen unseres Sohnes Jakob eingravieren lassen und darunter das Datum des Totestages 01.08.2016 eingravieren lassen.

Ich werde demnächst noch 1-2 Bilder hier hochladen.

Morgen ist wieder Sonntag und wir werden wieder auf den Friedhof gehen und um unseren Sohn trauern.

Der Tag des Schwangerschaftsabbruchs

Wir sind am Montag wie vereinbart im Krankenhaus erschienen und haben uns wieder in der gynäkologischen Ambulanz angemeldet. Dort mussten wir diesmal zum Glück nicht allzu lange warten. Nachdem wir alle Fragen beantwortet haben, wurden wir zur Besprechung in die Anästhesie geschickt.

Warum haben ich mich gefragt, da ein Abbruch in dieser Woche bereits mit einem normalen Geburtsvorgang einhergeht.
Die Anästhesistin erklärte uns aber, dass bei Geburten in dieser Woche, meistens etwas von der Plazenta zurück bleibt und dies müsste nach der Geburt mit einer Ausschabung entfernt werden.
Ansonsten war alles in Ordnung und wir konnten uns auf der Station vorstellen.

Auf der Station wurden wir freundlich begrüßt und aufs Zimmer geführt. Dort hat uns die Stationsschwester gefragt, ob ich, da es länger dauern kann, mit im Zimmer übernachten möchte. Dies würde mit einer kleinen Zuzahlung gehen. Dieses Angebot nahm ich natürlich an, da ich meine Frau ohnehin nicht alleine lassen wollte.

Darüber hinaus wurden wir gefragt, ob wir mit einer Seelsorgerin sprechen möchten. Meine Frau hat auch dieses Angebot dankbar angenommen.

Wenig später erschien die Stationsärztin mit der Infusion, die die Schwangerschaft einleiten sollte. Als meine Frau Sie sah, fing sie zu weinen an, da ihr bewusst wurde, dass es nun los geht und das es dann kein Zurück mehr gibt.

Als sie sich wieder beruhigt hatte, wurde die Infusion angeschlossen und das Mittel lief innerhalb kurzer Zeit in ihre Vene.

Nun hieß es warten. Laut Ärztin kann es bis zu 3 Tagen dauern, bis es los geht. Nach dieser Info waren wir erstmal geschockt, da wir davon ausgingen, dass jetzt relativ schnell die Wehen einsetzen werden.

Am Nachmittag kam die Seelsorgerin. Sie war gar nicht informiert, welches Schicksal sie erwartet und so mussten wir ihr erstmal erklären warum sie überhaupt hier ist.
Als sie das erfahren hat, hat sie davon erzählt, dass sie vor vielen Jahren ebenfalls eine totes Kind zur Welt gebracht hat. Ist natürlich tragisch und sicherlich wollte sie uns auch ein Gefühl geben, dass wir nicht alleine damit auf der Welt sind. Aber nachdem sie fast 30 Minuten lang nur von sich erzählt hat und meine Frau ihr dann immer wieder Mut zugesprochen hat, fragte ich mich tatsächlich wer hier eigentlich die Seelsorgerin ist.
Sie hat sich dann verabschiedet und ich war froh als es vorbei war.

Und dann fingen doch schon die Wehen an. Die Stationsschwester konnte gar nicht glauben, dass es wirklich jetzt schon losgehen sollte, da es sonst, wie oben geschrieben, eigentlich länger dauert.

Die Wehen:
Ich kann es nicht schön reden. Die Wehen tuen weh, egal in welcher Woche sich die Schwangerschaft befindet. Meine Frau hatte ziemlich große Schmerzen. Sie hat allerdings gute Medikamente bekommen, die bei normalen Geburten niemals verabreicht würden. Allerdings dauerte es mehr als 1 Stunde bis das Mittel wirklich gewirkt hat. Daher empfehle ich, sich ein Schmerzmittel geben zu lassen, sobald die Wehen anfangen und nicht, wenn man es nicht mehr aushält.

Die Stationsschwester hat uns dann gefragt, ob wir uns vom Kind nach der Geburt verabschieden wollen und ob wir das Kind in einer Sammelbestattung beerdingen wollen. Sammelbestattung, da Kinder in dieser frühen Schwangerschaftswochen nicht beerdigt werden müssen.
Deshalb gibt es alle 3 Monate ein Bestattung für die Kinder, die in dieser Zeit im Mutterleib gestorben sind.

Wir wollten beides. Sowohl die Verabschiedung, als auch die Beerdigung.
Besonders bei der Verabschiedung hatte ich ein mulmiges Gefühl im Magen, als ich daran gedacht habe. Ich konnte mir zu dem Zeitpunkt nicht wirklich vorstellen, dass ich mir das Kind anschauen könnte. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte irgendwie Angst davor.

Nach 5 Stunden wehen, kam unser Kind tot zur Welt. Es ist ein Junge und wir haben ihm den Namen Jakob gegeben. Meine Frau wollte es sofort auf den Arm nehmen und es streicheln. Obwohl ich anfangs dachte, dass ich mir das Kind nicht ansehen kann, war dieses Gefühl auf einmal völlig anders. Auf einmal hatte ich ein sehr großes Bedürfnis unser totes Kind zu sehen. Es war wunderschön!

Das Kind wurde dann von der Ärztin mitgenommen und die Stationsschwester macht meiner Frau das Bett frisch, gab ihr eine Netzunterhose mit dicken Einlagen und ein Beruhigungsmittel und lies uns allein.
Meine Frau weinte natürlich hemmungslos und auf einmal begriff auch ich was gerade geschehen war. Ich verzog mich ins Badezimmer und weinte ebenfalls dicke Tränen.

Dies ist einfach ein unglaublich trauriger Moment, den ich gar nicht in Worte fassen kann und will. Auch jetzt, beim Schreiben, habe ich wieder Tränen in den Augen, weil ich alles wieder vor mir sehe.

Irgendwann nachts, als wir uns beruhigt hatten, bin ich zur Stationsschwester gegangen und habe ihr gesagt, dass wir uns jetzt gerne von unserem Kind verabschieden möchten.
Kurze Zeit später kam sie mit einem Körbchen. Im Körbchen lag eine blaue Strickjacke für neu geborene Babies und darin eingewickelt lag unser toter Sohn. Meine Frau nahm das Körbchen und die Schwester lies uns allein. Natürlich fingen wir beide wieder an zu weinen. Wir haben das Kind gestreichelt und geküsst und uns so von ihm verabschiedet.
Ich kann an der Stelle nur alle dazu ermutigen, sich so von ihrem Kind zu verabschieden. Hätte ich es nicht getan, würde ich mir heute Vorwürfe machen und ich weiß nicht, wie ich das ganze, was sehr emotional war, verarbeitet hätte.

Nach ca. 30 Minuten ließen wir das Körbchen wieder abholen und irgendwann in der Nacht, sind wir beide eingeschlafen.

Am nächsten Morgen bin ich zu uns nach Hause gefahren und habe jeweils von meinem Sohn und meiner Tochter ein kleines Kuscheltier genommen und es mit ins Krankenhaus gebracht, denn dies durften wir dem Kind mitgeben.

Am Nachmittag wurde meine Frau dann entlassen und ich konnte sie mit nach Hause nehmen. Zum Schluß bekamen wir noch das blaue Strickjäckchen in dem unser Sohn eingewickelt war. Dies haben wir an einem zentralen Ort im Haus als Andenken aufgehängt.

Besprechung im Krankenhaus

Einleitung in persönlicher Sache: Ich habe jetzt etwas Zeit gebraucht um die Dinge, die Geschehen sind, zu verarbeiten. Wie bereits geschrieben, bin ich eher der Verdränger-Typ und somit habe ich die ganze Zeit versucht nicht daran zu denken. Auch nicht an diesen Block. Je näher allerdings, der Beerdigungstermin rückt, umso mehr denkt man natürlich wieder an alle Ereignisse und nun ist auch wieder das Bedürfnis da, sich das Geschehene von der Seele zu schreiben.

Am nächsten Tag, einem Freitag, waren wir zur vereinbarten Zeit im Krankenhaus und warteten nach der Anmeldung in der gynäkologischen Ambulanz.

Es dauerte eine Ewigkeit, bis wir dran waren. Insgesamt haben wir etwa 3 Stunden gewartet.

Im Behandlungsraum hat uns dann der Chefarzt nochmal alles im Detail erklärt. Er hat darüber gesprochen das es sehr unwahrscheinlich ist, dass das Kind lebend die Schwangerschaft übersteht. Wenn doch, dann wird es aller Wahrscheinlichkeit sehr kurz nach der Geburt schon sterben.

Mit diesen Fakten konnten wir uns am Vortag, dank Internets, schon auseinander setzen. Somit haben uns die Worte nicht überrascht.

Wir haben uns dann, schweren Herzens, für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden und dafür einen Termin vereinbart.
Meine Frau wollte, logischer Weise, dass das Kind sofort geholt wird.
Der Chefarzt hat dies jedoch auf Grund der Rumpfbesetzung seiner Mannschaft am Wochenende auf Montag gelegt.
Nun hieß es doch noch 2 Tage warten.

Die nächsten 2 Tage waren dann auch der Horror. Ständig die Frage, tun wir das Richtige. Was wäre, wenn die Fruchtwasserprobe im Labor vertauscht wurde und unser Kind gesund ist. Es sieht doch auch auf den Ultraschallbildern Gesund aus. Alles normal entwickelt. Die Zweifel waren groß.
Aber auch das ist in dieser Woche noch normal. Die Missbildungen kommen später. Dennoch malt man sich alle möglichen Dinge in der Zwischenzeit aus und man hat das Gefühl verrückt zu werden.

Das Ergebnis

Am nächsten Tag warteten wir gespannt auf den versprochenen Anruf. Als der am Nachmittag nicht da war, riefen wir im Krankenhaus an. Dort teilte man uns mit, dass heute leider keine Ergebnisse gekommen sind, wir aber dann am darauffolgenden Tag einen Anruf bekommen werden.

Am nächsten Tag warteten wir wieder bis zum Nachmittag. Als ich schon wieder im Krankenhaus nachfragen wollte, kam der Anruf.

Ich sah sofort auf dem Display die Nummer des Krankenhauses. Meine Frau ist vor Nervosität aufgesprungen und hat das Haus verlassen.

Der nette ältere Arzt von der Fruchtwasserentnahme war am Telefon.
Als der Satz mit „Leider muss…..“ anfing, wurde mir schlecht und wahrscheinlich war ich auch Kreide bleich.

Meine Frau beobachtete mich durch das Fenster und sah sofort, dass was nicht stimmt. Als ich Trisomie 18 bei einem männlichen Fötus hörte, schüttelte ich mit dem Kopf und meine Frau verstand sofort auch ohne, dass sie ein Wort gehört hatte und brach in Tränen aus. Zum einen hatte ich gerade die schreckliche Diagnose erfahren und zusätzlich sogar noch das Geschlecht unseres Kindes.

Der Arzt erklärte mir dann was ich sowieso schon aus dem Internet wusste und wir vereinbarten für den nächsten Tag (ein Freitag) ein Gesprächstermin um die nächsten Schritte zu besprechen.

Als mein Sohn meine Frau weinen sah, hatte er wohl 1 und 1 zusammen gezählt und fragte sofort, ob etwas mit dem Baby im Bauch nicht stimmt.

Wir haben ihm dann erklärt, dass das Baby im Bauch tot krank ist und es nicht lebend auf die Welt kommen wird. Auch er hat angefangen zu weinen, denn er hatte sich ebenfalls sehr auf sein Geschwisterchen gefreut.

Als meine Frau sich vom ersten Schock erholt hat, hat sie sofort im Internet sämtliche Foren und Webseiten zu diesem Thema abgeklappert.
Ich las mir nur nochmal die Wikipedia Seite zum Edwards Syndrom durch.

Zu mehr war ich nicht in der Lage. Ich bin eher der verdränger Typ.
Meine Frau eher der mitten-durch-immer-bis-aufs-Detail-informierte Typ.

Die Fruchtwasser Unterschung

Zum vereinbarten Termin in der 16. Schwangerschaftswoche fanden wir uns im Krankenhaus ein und kamen auch sofort dran. Eine kürzere Wartezeit habe ich vorher im Krankenhaus noch nie erlebt.

Ein sehr netter Arzt begrüßte uns und teilte uns mit, dass er bereits in Rente sei, aber dennoch weiterhin Vorlesungen in der Uni gibt und im Krankenhaus seinen großen Erfahrungsschatz bei Fruchtwasser Untersuchungen an jüngere Ärzte weitergibt. So gleich, kam auch ein zweiter wesentlich jüngerer Arzt hinzu.

Die Fruchtwasseruntersuchung ist ziemlich harmlos. Ganz anders als wir uns dies vorgestellt haben.
Zuerst erfolgt wieder eine Ultraschall Untersuchung. Auch hier war alles zufriedenstellend. Danach sticht der Arzt an einer, vorher mit dem Ultraschall lokalisierten Stelle, mit einer langen Nadel in den Bauch.
Die Nadel ist sehr dünn und war für meine Frau nicht schmerzhaft.
Sobald die Nadel die Gebärmutter erreicht hat, wird sie herausgezogen und ein flexibler ungefährlicher Plastikschlauch verbleibt in der Gebärmutter.
Hierdurch wird dann das Fruchtwasser abgesaugt. Nach 2 Minuten war alles vorbei und wir konnten uns anziehen und nach Hause fahren.

Der Arzt teilte uns mit, dass die Trisomie Ergebnisse und die Geschlechtsbestimmung bereits am nächsten Tag da sein werden und man uns anrufen will…..

Der erste Verdacht

In der 12. Schwangeschaftswoche untersuchte die Frauenärztin mit Ultraschall meine Frau und das Kind. Als sich die Stirn der Ärztin runzelte und sie konzentriert auf den Bildschirm starrte, ahnte meine Frau bereits, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Als Sie nachfragte bekam sie die die Diagnose „vergrößerte Nacktransparenz„. Was natürlich ein Indiz ist, dass ein Chromosomen Fehler vorliegt.
Für uns brach natürlich da schon eine Welt zusammen. Wir machten uns natürlich Gedanken, was ist, wenn wir ein behindertes Kinde bekommen. Wollen wir das? Was bedeutet das? Was hat das für Auswirkungen, nicht nur auf uns, sondern auch auf unsere gesunden Kinder?

Die Frauenärztin bestellte meine Frau dann einige Tage später wieder zur Ultraschall Untersuchung ein um ihre Diagnose nach einmal zu kontrollieren.
Bei dieser erneuten Untersuchung sah auf einmal wieder alles OK aus. Dennoch bekamen wir eine Überweisung ins Krankenhaus, wo mit einem besseren Ultraschall Gerät noch einmal kontrolliert werden sollte.

Aber auch hier bekamen wir ein unauffälliges Ergebnis mitgeteilt.
Trotzdem empfahl uns der Arzt im Krankenhaus eine Fruchtwasser Untersuchung vornehmen zu lassen um alle Zweifel auszuräumen. Außerdem wäre das ohnehin, auf Grund des Alters meiner Frau, ratsam.
Wir haben uns natürlich in der Zeit zwischen der 1. Diagnose und dem Krankenhaus Besuch genug Gedanken machen können und uns vorher schon für eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden.
Auf den Termin mussten wir allerdings noch ein paar Wochen warten.

Allerdings erfüllten uns die Ultraschall Ergebnisse wieder mit Zuversicht.
Und zumindest ich war mir sicher, dass alles OK ist.

Die ersten Wochen

Wir haben bereits 2 gesunde Kinder. Dennoch hatte meine Frau vor der ersten Geburt 1x und vor der zweiten Geburt 2x eine Fehlgeburt in den ersten Schwangerschaftswochen.
Daher waren wir auch diesmal wieder ziemlich nervös vor jeder Ultraschall-Untersuchung. Bei der ersten Vermessung des Kindes bekamen wir sogar die Information, dass es etwas zu klein ist. Daraufhin sollten wir nach 5 Tagen wieder kommen. Die Zeit bis dahin war natürlich sehr schlimm, weil wir dachten, dass wir das Kind wieder verlieren würden, da es bei den Fehlgeburten ähnlich anfing.
Zum Glück kam dann bei der 2. Messung die Nachricht, alles groß genug.
Nun fing auch der Bauch an zu wachsen und man sah die Schwangerschaft mehr und mehr.

Nach 3 Monaten haben wir dann unseren Familien und Freunden von der erneuten ungeplanten aber glücklichen Schwangerschaft erzählt.

Leider konnten sich nicht alle mit uns freuen. Einige sind mit Ihrem aktuellen Familienleben und der Anzahl an Kindern anscheinend überhaupt nicht glücklich und können sich überhaupt nicht vorstellen, dass wir uns auf ein 3. Kind freuen. Und dann auch noch in diesem „Alter“ von meiner Frau.

Eine sogenannte „Freundin“ hat meiner Frau sogar zur Abtreibung geraten. „Sie solle lieber das Leben auf der Couch genießen, als wieder anfangen Windeln zu wechseln“. Unglaublich aber wahr.

Es gab aber auch andere Menschen, die sich mit uns gefreut haben und uns Mut gemacht haben, dass wir das locker schaffen. Und natürlich haben wir es uns immer auch selbst zugetraut.

So vergingen die ersten Wochen…..

Wie alles begann

Am Anfang steht natürlich das schwanger werden. Dies ist bei uns eigentlich eine lustige Geschichte, denn es war gar nicht geplant. Wir haben bereits 2 Kinder und meine Frau und ich haben mit über 40 Jahren eigentlich mit der Familienplanung abgeschlossen.
Meiner Frau ist zwar aufgefallen, dass die Periode überfällig ist, aber sie brachte dies lediglich mit den bevorstehenden Wechseljahren in Verbindung. Erst als mir auffiel, dass sich ihr Dekolleté deutlich üppiger darstellte als vorher brachte sie das zum nachdenken.
Ja, ihr war schlecht gewesen. Das war aber genau zu der Zeit, als wir uns zu einer kleinen Kreuzfahrt auf der AIDA befanden und sie das mit dem Schaukeln des Bootes in Verbindung brachte.
Am nächsten Morgen haben wir dann einen Schwangerschaftstest aus der Apotheke geholt und siehe da, POSITIV!

Positiv im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wir hatten es zwar nicht geplant, wir waren aber beide überglücklich und haben uns sofort gefreut.

Was ist Trisomie 18 / Edwards Syndrom?

Eine gute Erläuterung findet man bei Wikipedia.

Auszug:


Das Edwards-Syndrom (Trisomie 18), auch E1-Trisomie oder Trisomie E genannt, ist eine durch das dreifache (trisome) Vorliegen von Erbmaterial des 18. Chromosoms verursachte Behinderung auf der Grundlage einer Genommutation, die nicht ursächlich heilbar ist und zu vielfältigen körperlichen Besonderheiten führt. Das Syndrom zählt derzeit zu den chromosomalen Aberrationen, die mit einer überdurchschnittlich hohen Sterblichkeit der Kinder während der Schwangerschaft und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 6 Tagen verbunden sind.


Weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Edwards-Syndrom